Herr Kurt Schmitt hat unter meinen Augen verschiedene Bildhauer - Arbeiten ausgeführt. Er verfügt über außerordentliches Gefühl bei gediegener handwerklicher Ausbildung. Sein selbständiges formales Talent berechtigt zu den besten Hoffnungen und verdient entschieden, unterstützt zu werden.

Gerhard Marcks
Halle, 04.02.1929

 
 

Ich habe (Kurt Schmitt) in den fast drei Jahren, die er unter meiner Leitung arbeitet, als eine starke künstlerische Begabung und einen Menschen von großem Fleiss, Ernst und Energie kennen gelernt, für dessen gute künstlerische Entwicklung ich alles Vertrauen habe.

Karl Albiker
Dresden, 17.06.1930

 
 
 
  Ehrenvolle Berufung

Die Meisterschule für Handwerker hat einen Sohn unserer Stadt, den Bildhauer Kurt Schmitt, der seit fünfundzwanzig Jahren in Dresden und Berlin lebte und arbeitete, als Leiter der Holz- und Steinbildhauerabteilung gewonnen. Bildhauer Schmitt, der lange Jahre an der Akademie in Dresden studierte und ein hervorragender Techniker in der Bearbeitung von Holz und Stein ist, bietet durch seine künstlerische Persönlichkeit die Garantie dafür, daß die Meisterschule entsprechend ihrer alten Tradition auch in der Stein- und Holzbildhauerabteilung in Zukunft eine vorbildliche Schulungsmöglichkeit gewährleistet.

Pressemeldung, Juni 1948

 
 
 

Kurt Schmitt (geb. 1903) gehört wohl zu unseren versprechendsten Bildhauern. Er türmt in ständigem Wechsel des Rundherums seine Formen, die seine reine und absolute Formgesinnung evident machen. Er weiß, daß Plastik gegriffen werden will. Gewiß: sein stilles Talent, das nichts von dem "geräuschvollen Benehmen" seiner Kollegen hat, findet mehr in Lyrismen ihr Genüge. Aber: wo finden wir bei uns noch solche Formimaginationen, welche ganz mit der inneren Einstellung ihres Schöpfers konform gehen?!

K. F. Ertel (z.T.: Pfalz und Pfälzer), Januar 1952

  Pfälzer im Münchener Haus der Kunst

Von Kurt Schmitt stammt die einzige Pfälzer Plastik dieser Ausstellung, eine Knabenfigur in Bronze, die feines Formgefühl verrät.
[ ... ]

DIE RHEINPFALZ, 17.07.1951

 
 
 
  Vier Pfälzer Künstler des Jahrgangs 1903

Ehrenausstellung in der Landesgewerbeanstalt Kaiserslautern
[ ... ] Kurt Schmitt - Lehrer an der Bildhauerklasse der Landesgewerbeanstalt - ist gar noch nie größer hervorgetreten [ ... ] Der Plastiker Kurt Schmitt verlor 1945 auf der Flucht aus Schlesien sein ganzes Werk. Was wir heute sehen, zeugt von einer schöpferischen Phantasie, die sich in der Meisterung dessen bewährt, was die Natur an plastischem Reichtum in den menschlichen Körper gelegt hat. Es ist eine Kunst verhaltener Kraft, in der der Erfolg in der Auswahl und Verdichtung, in der Zusammenfassung und Schließung der Formmöglichkeiten gesucht wird. Schmitt war Meisterschüler von Albiker. Dort lernte er, innerhalb naturaler Bezüge zu bleiben und doch plastischen Raum zu schaffen, der uns das große Geschenk der Allverbundenheit dieser Leiber und Köpfe gibt [ ... ]

DIE RHEINPFALZ, 07.12.1953

 
 
 

Die künstlerische Arbeit Kurt Schmitts vor dem Zusammenbruch läßt sich nur bruchstückhaft im Bild verfolgen. Schon frühzeitig wendet er sein Interesse dem Menschlich-Typischen zu. Köpfe und Gestalten werden in wechselnder Folge modelliert und gegossen. [ ... ] Ernst und zurückhaltend, wie alle seine Arbeiten, ist auch der 1936 entstandene bronzene "Scharnhorst" der Berliner Kriegsakademie.
Von den Arbeiten nach 1947 ist eine Reihe von Porträtköpfen bekanntgeworden. In den 50er Jahren kehrt als Hauptmotiv die Gestalt der Frau wieder: Stehend in Gips mit sinnend verschränkten Armen, schreitend mit einem Tuch, dessen Vertikale den mütterlich-weichen Rhythmus der Bewegung beherrscht. Entwurfmodelle für ein Grab- und ein Mahnmal, die demnächst im heimatlichen Bereich ausgeführt werden, runden die künstlerische Arbeit ab. Die Aufgabe an der Meisterschule, von der Kurt Schmitt mit warmen Worten zu erzählen weiß und die ihm sichtlich Freude macht, läßt ihm für eigene Arbeiten nur wenig Zeit. Doch was man sieht, überzeugt.

Pfälzische Volkszeitung, 03.12.1953

 
 
 

Die Leitung [ ... ] der Bildhauerabteilung (liegt) in den Händen von Bildhauer Schmitt. Letzterer gehört zu den im Stillen Schaffenden, die beachtliches Können mit einer gewissen Scheu verbinden, davon Aufhebens zu machen. Wir möchten die Kollegen auf ihn aufmerksam machen und lassen im übrigen die Schülerarbeiten sprechen.

Der Naturstein, 12/1960

 
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