Der Bildhauer Kurt Schmitt ein echter Künstler
Aus dem Schaffen des Bildhauers an der Lauterer Meisterschule
Am Anfang der neuen Epoche der Bildhauerei steht die Gestalt Rodins. Auch der wenig jüngere Hildebrandt, Rodins schärfster theoretischer Widerpart, gehört zu den Vätern der modernen Plastik. Vor allem ist aber Maillols Werk zu nennen, das einen gewichtig nachwirkenden Gewinn an plastischen Werken bedeutet.
Im großen und ganzen sind das auch die Pole, zwischen denen sich die Arbeiten Kurt Schmitts, des Bildhauers unserer Lauterer Meisterschule, bewegen. Sein Lehrer war der feinnervige Albiker: das ernste Spröde, das hinter dem Werk Zurücktretende, den Zug zu monumentaler Gestaltung bei Albiker, wird auch Schmitt, wie viele andere seiner Generation, zu diesem Meister hingezogen haben.
Natürlich war der Weg dahin nicht leicht. Erst die Begegnung mit großer Plastik bestätigte Geahntes, klärte und führte weiter. Jedoch ist Schmitt bereits in den vierziger Jahren zu dem ihm eigentümlichen Stil gekommen. Wie eindrucksvoll ist zum Beispiel die in jenen Jahren entstandene, fast ans Quattrocento gemahnende Bildnisbüste, mit der er die besondere Aufgabe der Transposition zeichnerischer Momente (ein fast graphisch anmutender Rhythmus von Lebens- und Gesichtslinien) gelöst hat. Derart besteht jede Einzelheit zu Recht, nicht indem Besonderheiten hervortreten, vielmehr erfährt das Fließende Verfestigung. Seine Bildhauerei ist so alles andere als "getarnte Anekdote", sondern es werden die Stellen angegeben, in denen sich das Leben in seinen Gelenken sammelt. Und darum ist seine Kunst Plastik im wahrsten Sinne des Wortes.
Auch Kurt Schmitt darf denn wie jeder echte Künstler über seine Ateliertüre schreiben: "Was ich kann, kann kein andrer."
-el.
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